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Katzen

Hier findet Ihr eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema »Katzen«

Katzen allein lassen

Wie lange kann ich meine Katze alleine lassen?

Wochenendtrip, Urlaub oder einfach lange Arbeitstage – hier stellt sich so mancher Katzenhalter die Fragen: Wie lange darf ich meine Katze überhaupt alleine lassen? Bei einer Abwesenheit von mehr als einem Tag sollten Katzensitter die Betreuung der Samtpfoten übernehmen.

Wie viele Stunden am Tag können Katzen allein sein?
Da Katzen eher Individualisten sind, kann man nicht pauschal sagen, wie lange man seinen Stubentiger am Tag alleine lassen kann. Hier gibt es eine ganze Bandbreite an Sozialverhalten: von sozial und gesellig, auch mit Artgenossen und Menschen, bis hin zum sensiblen Einzelgänger. Es ist individuell verschieden, was für die Katze vertretbar ist. Auf jeden Fall hat sie dann nach Rückkehr des Halters einen großen Anspruch auf Spiel- und Schmuseeinheiten. Zwei Katzen oder mehr können sich miteinander beschäftigen. Dies kann aber auch kritisch sein, wenn sie sich nicht gut vertragen. Der zusätzliche Stress durch die Abwesenheit der Besitzer kann dann unter Umständen zu heftigeren Auseinandersetzungen führen. Bei einem Tier, welches sich schnell langweilt und viel Zeit mit dem Halter braucht, sollte eine längere Abwesenheit eher vermieden werden.

Was mache ich mit meiner Katze, wenn ich in den Urlaub fahre?
Ob für ein Wochenende oder einen längeren Urlaub: Bei einer Abwesenheit, die einen Tag überschreitet, sollte ein Tierfreund nach der Katze schauen. In ihrem gewohnten Lebensumfeld fühlen sich Katzen am wohlsten. Daher ist es ratsam, den Vierbeiner zu Hause zu lassen und eine Person zu finden, die mindestens einmal am Tag vorbeikommt, das Tier füttert, das Katzenklo kontrolliert und sich mit ihr beschäftigt. Das kann zum Beispiel ein Nachbar sein, ein Freund der Familie oder ein externer Tiersitter.

Um einzuschätzen, ob die Chemie stimmt und sich alle Beteiligten auch verstehen, sollte vor Urlaubsantritt auf jeden Fall ein persönliches Kennenlernen zwischen dem Sitter und der Katze stattfinden. Optimal wäre es natürlich, wenn bei jedem Urlaub dieselbe Person die Pflege des Tieres übernimmt. Wenn dies nicht gewährleistet werden kann, kann der Tiersitter aber auch wechseln, solange Tier und Betreuungsperson gut miteinander auskommen.

Ist eine Versorgung der Katze zu Hause nicht möglich, kann der Vierbeiner während des Urlaubs auch in einer Pension untergebracht werden. Ideal ist es, wenn die Katze dort ihren eigenen Raum hat, um etwa mögliche Streitigkeiten mit anderen Katzen zu vermeiden.

Kann man Freigänger länger allein lassen?
Da Freigänger-Katzen eher beschäftigt sind als reine Wohnungskatzen, können sie gut mal einen Tag allein verbringen. Wichtig ist auch hier, dass das Tier ausreichend Futter und Wasser hat und selbständig nach draußen sowie wieder hinein gelangen kann, etwa über eine Katzenklappe. Bei einer Abwesenheit von mehr als einem Tag sollte jedoch auch bei Freigängern ein Sitter regelmäßig die Wohnung aufsuchen, um die Tiere zu versorgen und zu überprüfen, ob es ihnen gut geht. Gerade wenn mehrere Katzen in einem Haushalt leben, sollte die Betreuungsperson einen Blick dafür haben, ob sich die Tiere untereinander verstehen oder ob es Probleme gibt. Ebenso sollte auch bei Freigängern das Katzenklo regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls gereinigt werden.

Damit den Tieren nicht unnötiger Stress zugefügt wird, empfiehlt sich, die Wohnung während der Abwesenheit unverändert zu lassen, etwa keine Renovierungsarbeiten vornehmen zu lassen. Ebenso sollten ältere und kranke Samtpfoten nicht über einen längeren Zeitraum allein gelassen werden.

Was braucht meine Katze nach meiner Rückkehr?
Einige Katzen neigen dazu, nach der Rückkehr ihrer Besitzer eine Zeit lang zu schmollen. Sie wenden sich zum Beispiel ab und ignorieren ihren Halter. Nicht nur Hunde, auch Katzen vermissen ihre Bezugspersonen, wenn sie länger nicht da sind. Sobald die Vierbeiner merken, dass die ihnen gewohnte Routine wieder vorhanden ist und sie genügend Aufmerksamkeit bekommen, werden sie auch wieder zutraulich und genießen die gemeinsame Zeit mit ihrem Halter.

Betreuung von Katzen

Wenn ich einen Katzensitter engagiere: Wer haftet bei Schäden?

Wenn es in den Urlaub geht, dann bleiben die Samtpfoten am liebsten zu Hause in den eigenen vier Wänden. Nachbarn, Freunde oder auch Tiersitter kümmern sich dann während der Abwesenheit des Halters um die tierischen Lieblinge. Doch was ist, wenn das Tier in der Zeit etwas kaputt macht oder entläuft? Wer haftet, ist unter anderem davon abhängig, ob ein Betreuungsvertrag vorliegt oder die Betreuung regelmäßig stattfindet.

Während Hunde ihre Besitzer auch gerne in den Urlaub begleiten, fühlen sich Katzen zu Hause am wohlsten. Tiersitter übernehmen dann die Pflege der Vierbeiner, indem sie täglich vorbeikommen, die Tiere füttern und mit ihnen spielen. Geht während der Betreuung etwas zu Bruch oder verletzt sich das Tier, stellt sich bei vielen die Frage, wer denn nun für den entstandenen Schaden aufkommt. Hierbei gilt es zu unterscheiden, ob es sich bei der Betreuung der Heimtiere um eine reine Gefälligkeit handelt, oder ob die Betreuung auf Grundlage eines Vertrages zustande gekommen ist.

Nachbarn oder Freunde passen auf das Tier auf: Wer haftet?
Die reine Gefälligkeit ist der Klassiker, denn in dem Fall bittet man zum Beispiel Angehörige oder Nachbarn nach der Katze zu gucken. Diese Form des Katzensittings passiert nicht regelmäßig, sondern eher sporadisch. Beim Gefälligkeitsverhältnis bleibt der Sitter im Fall eines Schadens durch die Katze haftungsfrei beziehungsweise haftet maximal für die grobe Fahrlässigkeit. Zum Beispiel wenn er die Katze nicht wie vereinbart füttert und sie dadurch krank wird oder gar zu Tode kommt.

Wer haftet bei regelmäßiger Betreuung?
Sobald die Betreuung der Katze regelmäßig stattfindet, handelt es sich um eine vertragliche Vereinbarung. Passt etwa ein Schüler jede Woche auf die Katzen auf, vereinbart er stillschweigend einen sogenannten Verwahrungsvertrag mit dem Tierhalter – ganz unabhängig davon, ob für die Betreuung Geld fließt. Laut § 834 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ist dann der Tieraufseher für den Schaden verantwortlich, den das Tier einem Dritten zufügt. Zerkratzt der Kater zum Beispiel das dem Vermieter gehörende Parkett oder das Beet der Nachbarin, kommt es darauf an, ob der Sitter die erforderliche Sorgfalt beachtet hat oder der Schaden dennoch entstanden wäre. Im Zweifel besteht gemäß § 840 Abs. 1 BGB eine Gesamtschuld – das heißt, sowohl der Halter als auch der Sitter können für den entstandenen Schaden belangt werden. Eine solche Haftungsumleitung gibt es beim Gefälligkeitsverhältnis dagegen nicht.

Wie kann ich mich bei regelmäßiger Betreuung als Tierhalter absichern?
Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich daher bei regelmäßiger Betreuung einen schriftlichen Vertrag aufzusetzen, der die Haftung auch begrenzen kann. In einem Tiersitter-Vertrag sollten neben einer Regelung der Haftung auch die Leistungen konkret festgehalten werden. Etwa der Zeitraum, in dem das Tier betreut wird, ob und welches Futter oder die Möglichkeit des Freigangs gegeben werden soll. Auch Aspekte wie ‚was ist wenn das Tier zum Tierarzt muss‘ und ‚welche Krankheiten hat die Katze‘ sollten in einem Vertrag geklärt werden.

Anders als Hunde sind Katzen in der privaten Haftpflichtversicherung mit eingeschlossen. Der Versicherungsschutz gilt auch für Schäden, die außerhalb der eigenen vier Wände, etwa durch eine Freigänger-Katze, verursacht werden. Hier sollte der Katzenhalter noch einmal bei der Versicherung nachfragen, ob das eigene Tier wirklich mitversichert ist und ob auch eine Fremdbetreuung mit eingeschlossen ist.

Ist eine Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll, wenn ich gewerbsmäßig Katzen betreue?
Wer beruflich als Tiersitter arbeiten möchte und insoweit Tiere bei sich aufnimmt, benötigt laut § 11 Tierschutzgesetz (TierSchG ) eine Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Tierbetreuung. Hierzu muss der zukünftige Sitter zunächst beim Veterinäramt einen Antrag für die Erteilung der Erlaubnis stellen und Nachweise vorlegen, welche die Sachkunde belegen. Als gewerblicher Tiersitter ist außerdem der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll. Diese regelt nicht nur die Schäden, welche durch die Katze verursacht werden, sondern auch mögliche Schäden, die an der Katze eintreten, während man sie beaufsichtigt.

Beschäftigung mit Katzen

Welches Spielzeug eignet sich für Katzen?

Katzen sind geborene Jäger: Sie ruhen gern, brauchen für ihr Wohlbefinden aber auch Spannung und Abwechslung. Da vor allem reine Wohnungskatzen nicht auf die Jagd gehen, sollten Halter für Ersatz sorgen. Ausgiebige Spieleinheiten mit katzengerechtem Spielzeug stärken die Mensch-Tier-Beziehung. Und die Katzen bleiben ausgeglichen und entspannt.
Katze SpielzeugGern angenommen wird alles, was sich bewegt, raschelt, baumelt oder rollt. Damit die Tiere ihre Pfoten von potenziell gefährlichen Haushaltsgegenständen lassen, sollten Katzenhalter auf tiergerechte Abwechslung setzen. Geeignet sind etwa verschiedene Katzenspielzeuge aus dem Zoofachhandel. Auch das Spiel mit Bändern oder Schnüren kommt bei den Tieren gut an. Dies sollte immer unter Aufsicht geschehen, damit Herrchen oder Frauchen eingreifen kann, falls sich die Katze darin verheddert.
Grundsätzlich gilt: Sicher ist sicher. Deshalb sollten Tierfreunde und Tierfreundinnen besser nichts Scharfes oder Spitzes herumliegen lassen und alles wegräumen, was die Katze eventuell verschlucken könnte. Auch Plastiktüten sowie Wolle sollten außer Katzen-Reichweite bleiben. Sonst herrscht Erstickungs- oder Verstopfungsgefahr.

Gassi-Gehen mit Katze – geht das?

Die meisten Katzen sind entweder reine Stubentiger oder Freigänger, die regelmäßig draußen sind und ihr Revier durchstreifen. Ein Mittelweg können Spaziergänge an der Leine sein. Es sind allerdings einige Aspekte zu beachten, damit der Ausflug zum Erfolg wird.

Spaziergänge an der Leine eignen sich nicht für jede Katze. Ob sie ihre Wohnungskatze mit nach draußen nehmen, sollten Halter vom Charakter ihres Tieres abhängig machen. Für sehr ängstliche Katzen sind Ausflüge an der Leine eher ungeeignet, für mutige Tiere können sie eine willkommene Abwechslung darstellen. Grundsätzlich können Entdeckungstouren außerhalb der Wohnung oder des Hauses eine Bereicherung sein, wenn die Katze dabei entspannt bleibt und die Umgebung nicht zu unruhig ist.

Wie gewöhne ich mein Tier an die Leine?
Wer sein Tier unter Aufsicht mit nach draußen nehmen möchte, der sollte das Laufen an der Leine so früh wie möglich trainieren. Ideal ist es, bereits junge Kätzchen mit viel Geduld und Belohnungen an das Tragen eines Geschirrs zu gewöhnen. Dafür eignen sich Clickertraining und alle Arten von positiver Bestärkung. In der Gewöhnungsphase sollten Halter auf alle Reaktionen der Katze eingehen und rechtzeitig das Training beenden, bevor es dem Tier unangenehm wird. Wer sich unsicher ist, kann sich auch Hilfe von einem erfahrenen Katzenexperten holen.
Bevor es nach draußen geht, sollte die Katze Geschirr und Leine entspannt dulden. Sie sollte nicht in Panik verfallen, wenn sie einen Zug an der Leine spürt oder wenn sich die Leine irgendwo verfängt.

Welche Ausrüstung benötige ich für Katzen-Spaziergänge an der Leine?
Ein Halsband eignet sich nicht für Spaziergänge an der Leine, da starker Zug zu Verletzungen an der Halswirbelsäule führen kann. Ein gut sitzendes Geschirr gibt mehr Sicherheit. Alternativen zu Geschirren aus Gurten sind sogenannte Garnituren, die ähnlich wie eine Weste um Hals, Brust und Brustkorb angelegt werden und einen sicheren Halt bieten. Spezielle Garnituren und Geschirre für Katzen sind im Zoofachhandel erhältlich.
Wichtig ist, dass die Ausrüstung optimal sitzt. Ist sie zu locker, kann sich die Katze schneller daraus befreien, als man sie beruhigen oder greifen kann. Außerdem kann es unangenehm scheuern. Sitzt das Material zu eng, wird sich die Katze dagegen wehren.

Wo soll’s hingehen?
Vor dem ersten Ausflug sollte sich der Halter gut überlegen, was die richtige Runde sein könnte. Straßen mit viel Verkehr oder übliche Hunderunden sind meist weniger geeignet. Auch sollte klar sein, was in Schrecksituationen zu tun ist – ob sich die Katze beispielsweise auf den Arm nehmen und tragen lässt. Zudem sollten Katzenhalter bedenken, dass angenehme Spaziergänge eine Erwartung beim Tier schüren können. Gegebenenfalls fordert die Katze dann regelmäßig Spaziergänge ein und reagiert frustriert, wenn sich die Hoffnung nicht erfüllt. Deshalb ist es gut, stets Alternativen in petto zu haben, beispielsweise einen gemeinsamen Ausflug auf den vernetzten Balkon oder ein beliebtes Spiel.

Reisen mit Katze

Kann ich meine Katze mit auf Reisen nehmen?

Wer seinen Stubentiger während des Urlaubs nicht in einer Katzenpension oder bei einem Katzensitter lassen möchte, kann ihn mit auf die Reise nehmen. Um den Urlaub gleichermaßen erholsam und stressfrei zu gestalten, sollte jedoch eine passende Unterkunft für Mensch und Tier gewählt werden.

Generell sollte man die Entscheidung, ob man mit oder ohne seinen Vierbeiner auf Reisen geht, hauptsächlich von der Persönlichkeit der Samtpfote abhängig machen: Ist das Tier auch in fremder Umgebung selbstbewusst, mutig und neugierig oder eher scheu und empfindlich? Mutige Katzen können sich leichter mit Veränderungen arrangieren, bei scheuen Tieren entsteht hingegen Stress.

Welches Urlaubsdomizil passt am besten zu den Bedürfnissen meiner Katze?
Damit der Urlaub nicht nur für den Tierhalter, sondern auch für das Tier zu einem angenehmen Erlebnis wird, sollte das Urlaubsziel passend gewählt werden. Hierbei sollten Katzenfreunde bedenken, dass die Tiere in einer fremden Umgebung zunächst wenig bis gar keine Orientierung haben und damit der Freigang mit diversen Gefahren verbunden sein könnte. Bei einer Wohnungskatze, die auch im Alltag drinnen lebt, ist die Reise in eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus relativ unproblematisch. Wenn meine Samtpfote aber ein Freigänger ist, könnte sich das Tier schnell langweilen und unzufrieden werden, wenn es am Urlaubsort nicht herumstromern darf. Da muss der Katzen-Fan dann ein Domizil finden, das über ein gesichertes Freigehege verfügt, sodass die Samtpfote auch im Urlaub weiterhin ihren Freigang hat. Urlaub im Wohnmobil oder auf dem Campingplatz ist ebenfalls in Gesellschaft des Heimtieres möglich: Besonders wenn das Reiseziel immer dasselbe ist, kann sich die Katze an die Urlaubsumgebung gewöhnen und ihr dort sogar Freigang ermöglicht werden.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man stets konkret beim Anbieter, also dem Hotel, dem Ferienwohnungs- oder -hausvermieter nachfragen, ob man seine Samtpfote mitbringen kann – in den meisten Fällen wird allerdings eine zusätzliche Gebühr für die Unterbringung des Tieres verlangt.

Neben der Auswahl des Reiseziels sollte man auch seine eigenen Bedürfnisse und Pläne berücksichtigen. Wer sich im Urlaub regelmäßig einige Stunden in der Wohnung oder dem Haus aufhält, kann Zeit für die üblichen Rituale einplanen, sich etwa mit der Katze beschäftigen und mit ihr spielen. Wer aber tägliche lange Ausflüge plant und damit die Katze in einer fremden Umgebung sehr lange allein lässt, sollte sich überlegen, ob das geliebte Haustier nicht doch zu Hause – unter Aufsicht eines Sitters – oder in einer Katzenpension besser aufgehoben ist.

Welche Vorbereitungen muss ich vor der Reise treffen?
Katzen sind Gewohnheitstiere und das bringt es mit sich, dass man schon im Vorfeld einige Vorbereitungen treffen sollte. Wer mit dem Auto fährt, sollte seine Samtpfote zuvor an Autofahrten gewöhnen. Ein kleinschrittiges Training hilft dabei, zum Beispiel kurze Fahrten, verbunden mit Leckerlis. Außerdem muss die Katze ausgiebig mit dem Aufenthalt und Transport im Korb vertraut gemacht werden. Bei dem unbedingten Wunsch des Halters, die Katze mit nach draußen zu nehmen, empfiehlt sich, das Tier über mehrere Wochen oder Monate an Geschirr und Leine zu gewöhnen. Auch im Zug oder Bus lassen sich Katzen im Transportkorb mitnehmen, bei manchen Flügen im Korb als Handgepäck – damit entstehen keine zusätzlichen Reisekosten für die Samtpfote. Ratsam ist es immer, bei den jeweiligen Fluggesellschaften, der Bahn oder den Busunternehmen zuvor konkret anzufragen, welche Bestimmungen gelten.

Dass die Katze bei Reiseantritt gesund sein sollte, ist selbstverständlich. Liegt das Reiseziel im europäischen Ausland, muss der sogenannte EU-Heimtierpass mitgeführt werden – ein Dokument, aus dem hervorgeht, welches Alter die Katze hat, welche Merkmale, welche Impfungen, wer der Halter ist und vieles mehr. Da jedes Land unterschiedliche Einreisebestimmungen für Katzen hat, sollte man zuvor im Konsulat des Ziellandes nach dem aktuellen Stand fragen. Zudem sollte die Katze gekennzeichnet und registriert sein, damit man eine Chance hat, sie im Falle des Entlaufens zurückzubekommen.

Was sollte ich für meine Katze mitnehmen?
Damit sich die Samtpfote im Urlaub wie zu Hause fühlt, sollte man diverse Utensilien mitnehmen: das gewohnte Katzenklo inklusive Einstreu, das übliche Futter, ein Kratzbrett oder einen kleinen Kratzbaum und natürlich Spielzeug sowie die Lieblingsdecke. Darüber hinaus sollte man sich beim Tierarzt rückversichern, dass das Tier die notwendigen Impfungen für das Zielland hat und diese im EU-Heimtierausweis dokumentiert sind.

Ist die Katze krankenversichert, sollte man beim Anbieter nachfragen, ob die Versicherung auch im Ausland gilt und welche Leistungen genau sie umfasst. Hat der Halter eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen, sollte er ebenfalls bei seiner Versicherung nachfragen, ob die Katze im Falle eines Unfalls in den Rücktransport integriert ist. Und wenn die Katze etwas kaputt macht im Urlaub? Katzen sind in einer Privathaftpflichtversicherung grundsätzlich integriert, aber man sollte sich bei seiner Versicherung lieber noch einmal erkundigen, ob eventuelle durch das Tier entstandene Schäden wie ein zerkratztes Sofa in der Ferienwohnung erstattet werden.

Leben mit Katze

Wie gestalte ich den Balkon katzensicher?

Nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Wohnungskatzen freuen sich, wenn sie bei warmen Temperaturen ein wenig frische Luft schnuppern und sich in der Sonne räkeln können. Ein Ausflug auf den Balkon ist dann eine tolle Bereicherung für das Tier. Mit folgenden Tipps gelingt es, den Balkon katzensicher und abwechslungsreich zu gestalten.

1)         Absicherung mit einem Netz
Jeder Balkon, der von Katzen genutzt wird, sollte mit einem Netz gesichert sein. Dieses sollte mindestens 1,80m hoch sein sowie einen Überkletterschutz haben, bei dem der obere Teil des Netzes nach innen geneigt ist.

Je nach Temperament und Kletterfähigkeit der Katze sowie der Lage des Balkons, muss auch die Sicherung entsprechend angepasst werden. So benötigt ein Balkon am Hochhaus andere Vorkehrungen als einer im Hochparterre.

2)         Manche Grünpflanzen sind giftig
Die Auswahl der Balkonpflanzen hängt neben den eigenen Vorlieben auch von den Temperatur- und Lichtbedingungen auf dem Balkon ab. Doch Vorsicht bei der Auswahl: Der Großteil aller im Handel erhältlichen Pflanzen für den Balkon ist für Katzen giftig. Katzenhalter sollten sich vor der Anschaffung von Grünpflanzen ausgiebig erkundigen, ob diese für Katzen verträglich sind. Denn von Knabbereien an grünen Gewächsen sind viele Samtpfoten nicht abgeneigt.

Doch selbst bei vermeintlich ungiftigen Pflanzen gibt es einige Punkte zu beachten: Wenn neu gekaufte Pflanzen gespritzt sind, sollten sie der Katze erst einmal nicht zum Anknabbern zur Verfügung gestellt werden. Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn ein Tier eigentlich unbedenkliche Pflanzen wie Lavendel im Übermaß frisst. In dem Fall werden dann die ätherischen Öle zum Gesundheitsproblem. Auch nach Maßnahmen zur Düngung und Schädlingsbekämpfung sollte der Vierbeiner vorerst keinen Zugang zu den jeweiligen Pflanzentöpfen bekommen.

3)         Liegemöglichkeiten und Windschutz bieten
Ein Kissen in der Sonne oder eine Liegewiese mit einer unbedenklichen Rasenmischung in einem Blumentopf – solche Liegemöglichkeiten werden von Katzen gerne angenommen. Wer den Tieren ein Outdoor-Spieleparadies bieten möchte, der ergänzt die Balkon-Ausstattung um einen Outdoor-Kratzbaum, ein Rascheltunnel oder diverses Spielzeug.

Ein Windschutz und im Sommer Schatten sind vor allem für alte, sehr junge oder kranke Katzen wichtig. Außerdem sollte der Vierbeiner jederzeit die Möglichkeit haben, Wasser zu trinken und sich wieder nach drinnen zu verziehen, wenn ihm Wind und Wetter zu viel werden.

 

Woran erkenne ich, ob meine Katze ein anderes Zuhause gefunden hat?

Längere Abwesenheiten sind bei Freigänger-Katzen nichts besonders. Wenn jedoch eine Tendenz zu beobachten ist, dass das Tier immer seltener nach Hause kommt und häufig satt erscheint, dann hat die Katze eventuell in der Nachbarschaft ein anderes Zuhause gefunden. Diese Entwicklung geschieht nicht von einem Tag auf den anderen, sondern ist ein langsamer Prozess. In einem ersten Schritt gilt es nun herauszufinden, was die Ursachen für die Abwanderung sein könnten.

Warum will meine Katze woanders einziehen?
Es gibt eine Reihe von möglichen Gründen, die eine Katze dazu veranlassen, sich ein neues Zuhause zu suchen.

1)         Hat sich in der eigenen Familien- oder Haussituation etwas verändert? Ein neuer Partner oder eine neue Partnerin, die im Haus einziehen, ein Baby oder ein zusätzliches Haustier können die Katze stressen oder ihr ein Gefühl geben, sie würde nicht mehr ausreichend beachtet. Auch geräuschreiche Übungsstunden mit einem Musikinstrument oder ähnliche Veränderungen können den Ausschlag geben. Und schließlich kann durch einen neuen Job oder ein neues Hobby schlicht nicht mehr genug Zeit übrig sein, um sich mit der Katze zu beschäftigen.

2)        Rivalisierende Katzen in der Nachbarschaft und damit verbunden sogar Kämpfe können bei Katzen Anlass für einen dauerhaften Revierwechsel sein. In dem Fall hilft die Installation einer Katzentür, sodass immer ein sicherer Rückzugsort gewährleistet ist.

3)        Ein neues Zuhause bietet Anreize. Fühlt sich die Katze gestresst und der Nachbar lässt seine Terrassentür offen stehen und nimmt das Tier vielleicht sogar für ein Leckerli oder Streicheleinheiten mit in seine Wohnung, dann dient das vielen Samtpfoten als willkommene Einladung.

Wie kann ich verhindern, dass meine Katze sich ein neues Heim sucht?
Sobald eine Ursache für das Verhalten der Katze gefunden wurde, gilt es die Situation einzuschätzen. Ist zu wenig Aufmerksamkeit der Grund und kann man dem Tier wieder mehr Zeit widmen, dann lässt sich die Entwicklung häufig stoppen. Ebenso kann das Gespräch mit den Nachbarn gesucht werden, damit diese keine weiteren Anreize in Form von Futter oder Fürsorge liefern. Alternativ kann eine Absprache zum Füttern getroffen werden.

Lässt sich das Motiv des Auszugs nicht ändern, gibt es etwa ein neues Baby in der Familie, dann sollte der Tierfreund die Samtpfote an ihren neuen Lieblingsort ziehen lassen. Auch in diesem Fall ist ein Gespräch mit den Nachbarn ratsam, um mitzuteilen, dass in Folge ihrer Beschäftigung mit der Katze in Zukunft eine feste Verantwortung daraus entstehen könnte, wenn das Tier den Haushalt wechselt.

Kann ich rechtlich gegen die Person vorgehen, zu der meine Katze ziehen möchte?
Wenn ein Nachbar oder eine Nachbarin die Katze gezielt anfüttert und mit ins Haus nimmt, dann ist nach §1004 BGB ein Unterlassungsanspruch möglich. Vor solchen juristischen Schritten sollte jedoch immer das Gespräch gesucht und der Wille geäußert werden, das Verhalten zu unterlassen. Der Eigentümer einer gechippten Katze lässt sich anhand von Kennziffer, Kaufvertrag, Fotos und Zeugenaussagen dann vor Gericht eindeutig zuweisen.

Ein solches Verbot dem Nachbarn gegenüber kann aber langfristig nicht verhindern, dass der Freigänger womöglich doch abwandert und sich woanders eine neue Pflegefamilie sucht. Das Wohl der Tiere sollte daher immer im Vordergrund stehen. Das bedeutet auch, im Fall der Fälle zu akzeptieren, dass ein Freigänger seine eigenen Wege geht.

Wie kann ich meinen Katzensenior unterstützen?

Mit liebevoller Pflege und regelmäßigen Gesundheitschecks kann eine Hauskatze 20 Jahre oder sogar älter werden. Auch wenn die meisten Samtpfoten noch bis ins hohe Alter agil sind und munter durch die Wohnung oder die Umgebung streifen, verändern sich mit der Zeit ihre Aktivitäten und Bedürfnisse. Mit viel Aufmerksamkeit sowie einer angepassten Versorgung können Katzenfreunde ihren Vierbeinern nun unterstützend zur Seite stehen.

Ab einem Alter von 11 Jahren zählen Katzen zu den Senioren. Ab wann der Alterungsprozess bei den Vierbeinern einsetzt und wie er sich äußert, ist von Tier zu Tier verschieden. Jedoch gibt es einige Verhaltensänderungen, die sich nahezu bei jeder Samtpfote beobachten lassen, sobald sie in die Jahre kommt. Denn Katzensenioren verhalten sich anders als junge Hüpfer. Sie lassen es im Allgemeinen etwas ruhiger angehen, schlafen und dösen länger und suchen häufiger warme Plätze auf. Manche Vierbeiner werden mit dem Alter auch noch anhänglicher, kuscheln sich gerne auf den Schoß von ihrem Menschen und genießen den Körperkontakt. Möchte man den Tieren etwas Gutes tun, kann man ihnen zusätzliche Ruheplätze schaffen, indem man zum Beispiel ein weiches Kissen auf den Fenstersims legt, oder sich vermehrt Zeit für gemeinsame Spiel- und Schmuseeinheiten nehmen.

Kann ich mit dem Senior noch spielen?
Wie bei uns Menschen beeinträchtigt das Alter auch bei der Katze die Sinnesorgane. Das Tier sieht und hört nicht mehr so scharf wie früher, auch der Geruchssinn wird schwächer, Muskeln, Sehnen und Gelenke verlieren an Kraft und Geschmeidigkeit. Dies ist jedoch kein Grund für die Samtpfote, auf ihre geliebten Spiele zu verzichten, denn auch im hohen Alter sollten Katzen aktiv bleiben. Wenn der Stubentiger nicht mehr beweglich genug für Jagdspiele ist, können ein Fummelbrett oder Such- oder Intelligenzspiele das Tier abwechslungsreich beschäftigen.

Darf ich Dinge in der Wohnung verändern?
Mit normalen Veränderungen in der Wohnung kommen auch ältere Katzen gut zurecht, Katzentoilette und Futterplatz sollten aber möglichst nicht wechseln. Ist der Senior auffallend schlecht zu Fuß, empfiehlt sich die Anschaffung einer zusätzlichen Toilette.

Katzen sind Gewohnheitstiere, die Veränderungen im Tagesablauf nur ungern in Kauf nehmen und tägliche Rituale werden für ältere Stubentiger noch viel wichtiger. Dies kann sich zum Beispiel dadurch äußern, dass sie pünktliche Mahlzeiten nachdrücklich einfordern und auf ihrem Willen beharren.

Wie viel füttern?
Eine betagte Katze, die nicht mehr so viel spielt und tobt, verbraucht häufig weniger Kalorien als in jungen Jahren. Um einer Gewichtszunahme des Seniors entgegenzuwirken, sollte die Futtermenge entsprechend angepasst werden. Viele ältere Katzen benötigen nun weniger, einige sogar mehr oder energiereicheres Futter. Der Tierarzt steht dem Katzenfreund hierzu beratend zur Seite, denn jedes Pfund zu viel belastet nicht nur die Gelenke des Tieres, sondern erhöht auch die Gefahr, an Diabetes zu erkranken. Darüber hinaus sind viele kleine Portionen für das Magendarmsystem des Vierbeiners verträglicher als wenige große Mahlzeiten auf einmal.

Besonders für alte Katzen ist es wichtig, ausreichend zu trinken, weswegen der Wassernapf immer ausreichend gefüllt sein sollte.

Wie auch bei menschlichen Senioren treten bei Katzen mit den Jahren Verschleißerscheinungen oder gar Verlust der Zähne ein, was zu Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme führen kann. Merkt der Tierfreund, dass sein Senior nicht mehr richtig beißen und kauen kann, ist eine Umstellung auf Nahrung mit weicherer Konsistenz erforderlich.

Wann muss ich mit der Katze zum Tierarzt?
Normalerweise ist die Katze auch im hohen Alter ein sehr sauberes Tier. Bei Verhaltensveränderungen wie häufigem Urinieren oder Stuhlgang außerhalb der Katzentoilette sollte daher der Tierarzt konsultiert werden, um organische Krankheiten auszuschließen. Lassen sich beim Stubentiger Verhaltensveränderungen wie Desorientierung, Demenz oder übermäßige Reizbarkeit beobachten, sollte ebenfalls ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Ein regelmäßiger Gesundheitscheck, möglichst alle halbe Jahre, ist auch wichtig für den Senior, um Krankheiten wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder Nierenerkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Denn hat eine Katze Beschwerden, ist dies an ihrem Verhalten oftmals nicht sofort zu erkennen.