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Hier findet Ihr eine Auswahl häufig gestellter Fragen zum Thema »Fische«

Fische allein lassen während der Urlaubszeit

Wie lange kann ich mein Aquarium unbeaufsichtigt lassen?

Planen Aquarianer ihren Urlaub, ist von vornherein klar: Die Fische bleiben zu Hause. Jetzt gilt es, einige Vorkehrungen zu treffen. Und idealerweise schaut während der Abwesenheit regelmäßig jemand nach dem Rechten, zum Beispiel ein Familienmitglied, ein Nachbar oder ein befreundeter Fisch-Fan. Mit der richtigen Planung reicht ein kurzer Check und der Aquarien-Betreuer hat nichts weiter zu tun  – moderne Technik macht es möglich.

Fütterautomaten AquariumWie lange kann ein Aquarium unbeaufsichtigt bleiben?
Ein mit Tieren besetztes Aquarium sollte nicht länger als zwei Tage ohne Aufsicht sein. Davon ausgenommen sind Aquarien mit Jungfischen, denn diese Tiere müssen täglich gefüttert werden. Ist das Aquarium ausschließlich mit Pflanzen besetzt, kann es sogar drei bis vier Wochen alleingelassen werden. Vor ihrer Abreise sollten Aquarianer jedoch sicherstellen, dass die Technik in Ordnung ist und die Filter sowie die Beleuchtung einwandfrei funktionieren.

Ist ein Aquariensitter sinnvoll
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass alles in Ordnung ist und bleibt, sollte einen Aquariensitter hinzuziehen. Er oder sie füttert während der Abwesenheit des Besitzers die Fische und schaut etwa alle zwei bis drei Tage nach dem Rechten. Die Person sollte bei jedem Besuch prüfen, ob sich die Wasseroberfläche im Aquarium noch bewegt, und die Temperatur kontrollieren. Befindet sich doch mal ein toter Fisch an der Wasseroberfläche, muss dieser mit einem Kescher herausgefischt werden.
Der Sitter kann ein Nachbar sein, ein Familienmitglied oder ein Freund/eine Freundin. Sind alle Vorkehrungen getroffen, darf es ruhig ein Aquarienlaie sein. Es gibt aber auch professionelle Tiersitter. Entsprechende Angebote haben wir in unserer Suche zusammengestellt.

Welche Vorbereitungen sollte ich vor meinem Urlaub treffen?
Es ist sinnvoll, spätestens eine Woche vor der Abreise den Filter des Aquariums zu reinigen. Fällt im Zuge dessen auf, dass dieser etwa undicht ist, bleibt noch genug Zeit, um ihn auszutauschen. Zwei bis drei Tage vor Urlaubsantritt sollten Fischfreunde dann noch einen Wasserwechsel vornehmen, wobei 30 Prozent des Wassers im Aquarium ersetzt werden.

Damit nichts vergessen wird, kann der Besitzer/die Besitzerin des Aquariums für die betreuende Person eine Übergabeliste erstellen. Darauf sollten folgende Punkte festgehalten werden:
– Die genauen Portionsangaben für die Fütterung der Tiere, zum Beispiel: „Alle drei Tage zwei Teelöffel von Futter XY ins Becken geben.“ Das ist wichtig, denn besonders Laien neigen ohne nähere Anleitung zum Überfüttern der Fische.
– Der Ort des Sicherungskastens und des Fehlerstrom-Schutzschalters. Deren Standort in Haus oder Wohnung sollte dem Aquarienbetreuer idealerweise bereits im Vorfeld gezeigt werden. So lässt sich Stress vermeiden, falls eine Sicherung ausfällt und die technischen Geräte im Aquarium deshalb vorübergehend nicht mehr funktionieren.
– Die Erreichbarkeit des Aquarienbesitzers, wie Adresse des Urlaubsortes und Telefonnummer(n).
– Auch die Telefonnummer des örtlichen Aquarienvereins kann sich als hilfreich erweisen, denn bei Problemen mit dem Aquarium helfen die Experten vom Verein in der Regel gerne weiter. Eine nach Bundesländern sortierte Übersicht der Vereine finden Fischfreunde unter anderem auf der Webseite des VDA: vda-online.de/informationen/kategorie/1-vereine/

Nicht nur für die Urlaubszeit, sondern generell sollten Aquarienbesitzer eine Hausrat- sowie eine Haftpflichtversicherung haben. Bis zu einer gewissen Literzahl sind auch Aquarien über diese mit abgesichert. Ist der Aquarianer Mitglied in einem Aquarienverein, kommt die Haftpflichtversicherung auch für Schadenersatzansprüche Dritter auf.

Wie sinnvoll sind Fütterungsautomaten?

Ob während der Urlaubszeit oder bei langen Arbeitstagen: Futterautomaten unterstützen Aquarianer bei der Versorgung ihrer Fische. Die unterschiedlichen Systeme ermöglichen eine flexible Fütterung der Tiere, ersetzen aber bei längerer Abwesenheit nicht gänzlich den Aquariensitter.

Geht es für Aquarianer in die Ferien, steht die Versorgung der daheimbleibenden Fische meist ganz oben auf der Liste der Urlaubsvorbereitungen. Am Aquarium angebrachte Futterautomaten können auf die benötigte Futtermenge und -häufigkeit eingestellt werden und sorgen so für die Verpflegung der Aquarienbewohner. Damit sind die Automaten auch eine gute Unterstützung im Alltag, um eine regelmäßige Fütterung der Tiere zu gewährleisten – etwa bei Berufstätigen.

Womit kann ich den Futterautomaten befüllen?
Ein Futterautomat ist eine Dosiereinrichtung, welche über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird. Dabei wird der Automat mit Fischfutter, etwa Flocken oder Granulat, befüllt, und gibt in geregelten Abständen eine Portion ins Aquarienbecken ab.

Über einen Futterautomaten kann ausschließlich Trockenfutter verfüttert werden. Ob der Einsatz eines Automaten zur Versorgung der Tiere infrage kommt, ist daher davon abhängig, welche Fischarten sich im Aquarium befinden. Einige Fische fressen beispielsweise nur Lebendfutter, welches über einen Automaten nicht dosiert werden kann. Das gleiche gilt für Frostfutter. Für welchen Automaten sich welches Futter eignet, verrät in der Regel auch der Hersteller.

Welche Arten von Futterautomaten gibt es?
Der Aquarianer kann aus einer Auswahl an unterschiedlichen Systemen wählen: Während einige Futterautomaten auf eine vorprogrammierte Öffnung der Verschlusskappe setzen, geben andere Automaten das Futter durch eine Rotation des Behältnisses ins Wasser ab. Außerdem gibt es Modelle mit mehreren kleinen Kammern, welche sich jeweils nach einer Drehung über dem Wasser öffnen. Diese Variante eignet sich vor allem für Aquarien mit unterschiedlichen Fischarten, denn die einzelnen Kammern ermöglichen das Mischen von Granulaten, Flocken und Futtertabletten.

Bei neueren Varianten befindet sich eine Förderschnecke im Inneren des Automaten, welche das Futter in Form von Umdrehungen aus dem Futterschacht herausschiebt. Dieses System hat den Vorteil, dass die Öffnung geschlossen ist und das Futter im Vorratsbehälter nicht feucht werden kann. Daher eignet es sich besonders, wenn der Futterautomat über einen längeren Zeitraum hinweg im Einsatz ist, etwa während eines Urlaubs.

Wie lange kann ich das Aquarium mit Futterautomat ohne Aufsicht lassen?
Die Bauweise des Futterautomaten sowie die Häufigkeit der Fütterung entscheiden darüber, über welchen Zeitraum die Tiere versorgt werden können. Ein Futterautomat mit 14 Fächern versorgt die Tiere entsprechend zwei Wochen, wenn nur eine Fütterung am Tag erfolgt, und knapp fünf Tage bei drei Fütterungen am Tag. Es wird empfohlen, einen Futterautomaten nicht länger als zwei bis drei Tage unbeaufsichtigt im Einsatz zu haben. Bei längerer Abwesenheit sollte zum Beispiel ein Aquariensitter jeden zweiten Tag kurz nach dem Rechten schauen, das Futter auf Feuchtigkeit kontrollieren und überprüfen, ob die Technik einwandfrei funktioniert.

Was muss ich bei einem Futterautomaten noch beachten?
Es empfiehlt sich, den Futterautomaten bereits zwei bis drei Tage vor einer längeren Abwesenheit einzustellen und zu überprüfen

–       ob er zur eingestellten Zeit wirklich angeht,

–       die Futterklappe richtig runtergeht und

–       der Automat durchläuft.

Damit die Fische genug Futter bekommen, sollte der Fischhalter stets im Vorfeld überprüfen, wie hoch die Futtermenge ist, wenn beispielsweise zwei, drei oder vier Portionen verfüttert werden. Besonders bei einer Fütterung mit Flocken, die in der Größe uneinheitlich sind, ist nicht garantiert, dass immer die gleiche Menge aus dem Automaten herausfällt. In dem Fall müssten dann die Portionsgrößen angepasst werden.

Allgemeines zum Aquarium

Wie verhindere ich trübes Wasser im Aquarium?

Die Fische im eigenen Aquarium zu beobachten, hilft vielen Menschen bei der Entspannung. Damit das funktionieren kann, sollte das Wasser schon aus rein optischen Gründen sauber und klar sein. Die Ursachen einer Trübung können allerdings auch gesundheitliche Folgen für Fische und Pflanzen nach sich ziehen.

Wenn das Wasser im Aquarium nicht mehr glasklar erscheint, kann eine einfache Reinigung der Scheiben oft kurzfristig Abhilfe verschaffen. Die Außenscheiben lassen sich am besten mit einem Mikrofasertuch säubern, für die Innenwände werden spezielle Reinigungsschwämme empfohlen. Auf Glasreiniger sollte in jedem Fall verzichtet werden!

Langfristig ist es allerdings sinnvoll, den Ursachen für die Trübung auf den Grund zu gehen. Je nach Färbung des Wassers können unterschiedliche Auslöser vermutet werden.

Was tun, wenn sich das Wasser in meinem Aquarium grün färbt?
Eine grünliche Trübung des Wassers deutet auf eine Schwebalgenblüte hin. Hierbei schwimmen mikroskopisch kleine Algen durch das Becken und sorgen so für die Verfärbung. Auslöser dafür ist oft zu viel Sonnenlicht, sodass das Aquarium an einen dunkleren Ort gestellt werden sollte.

Eine kurze Blüte schadet zwar weder den Tieren noch den Pflanzen, im fortgeschrittenen Stadium sollte das Becken jedoch abgedunkelt und ohne Lichteinwirkung drei Tage Erholung bekommen. Anschließend kann dann ein großzügiger Wasserwechsel stattfinden.

Warum färbt sich das Wasser in meinem Aquarium braun?
Braune Verfärbungen treten auf, wenn Fische oder Krebse den Bodengrund des Aquariums aufwühlen und anschließend Schwebstoffe durch das Wasser treiben. Auch ein Wasserwechsel durch den Menschen kann diesen Effekt auslösen. Etwa, wenn dabei der Boden zu stark verwirbelt wird.

Dauerhaft auftretende Schwebstoffe können sowohl Aquarientiere als auch –pflanzen beeinträchtigen und sollten daher vermieden werden. Zum Beispiel, indem der Bodengrund gründlich gewaschen, angefallener Mulm entfernt und das Wasser anschließend vorsichtig gewechselt wird. Auch ein Austausch des Filters, am besten bestückt mit Filtervlies, kann die Lösung sein

Ist eine weißliche Trübung des Wassers schädlich?
Färbt sich das Wasser weiß oder bildet sich ein weißer Flaum um das Futter, handelt es sich meist nicht um Schimmel, sondern um eine Bakterienblüte. Ausgelöst durch ein Überangebot an Nährstoffen bilden sich Mikroorganismen, die sehr viel Sauerstoff verbrauchen. Häufige Folge: Atemnot bei Fischen oder Wirbellosen.

Ein Grund für diese Entwicklung kann ein nicht entdeckter toter Fisch oder eine Überfütterung sein. Das Becken muss nun gründlich gereinigt und das Wasser gewechselt werden. Außerdem kann eine Änderung im Fütterungsverhalten notwendig sein. Als kleiner Tipp: Bestimmte Pflanzenarten wirken vorbeugend gegen Bakterien- oder Algenblüten. Der Zoofachhandel oder Aquaristikvereine helfen dazu beratend weiter.

Wie viele Fische kann ich in meinem Aquarium halten?

Fischfans freuen sich, wenn die Tiere im Becken ihre Bahnen ziehen. Da ein Aquarium jedoch nur begrenzten Platz bietet, kann der Fischbesatz schnell zu viel werden – mit teilweise fatalen Folgen für die Tiere. Dabei ist ein Überbesatz im Aquarium leicht zu vermeiden, wenn man die wichtigsten Tipps kennt.

Die schillernde Unterwasserwelt zieht viele Menschen in ihren Bann. Aquarianer sollten jedoch beachten, dass eine artgerechte Haltung nur möglich ist, wenn weder zu viele Fische noch zu viele unterschiedliche Arten zusammen leben. Denn eine Überbevölkerung im Aquarium belastet nicht nur die Wasserqualität, sondern stresst auch die schwimmenden Bewohner. Anzeichen für einen Überbesatz sind etwa Algenprobleme, schlechte Nitratwerte oder andauernde Konflikte zwischen den Fischen.

Wie viele Fische sind ideal für ein Aquarium?
Zwar kursieren unter Aquarianern Faustformeln, an denen man sich bezüglich der Anzahl der Fische in einem Becken orientieren kann – zum Beispiel ein Zentimeter Fischlänge pro Liter Wasser. Diese Formeln sind aber lediglich ein grober Richtwert und bieten keine Garantie, dass die Größe des Aquariums ausreichend ist.

Vielmehr ist die Besatzdichte von vielen weiteren Faktoren abhängig. Angesichts der vielen hundert Fischarten, die heutzutage für Aquarien angeboten werden, gibt es etwa ebenso viele unterschiedliche Bedürfnisse, beispielsweise beim Sozialverhalten der Tiere. Hat man zum Beispiel revierbildende Fische, dann können selbst zwei Paare schon zu viel sein, wenn das Becken keinen Platz für zwei Reviere bietet.

Worauf ist bei der Auswahl der Fische zu achten?
Manche Arten, beispielsweise Guppys oder Platys, vermehren sich sehr schnell. Dem kann man zum Beispiel mit einer reinen Männer-WG vorbeugen. Auch der Antennenwels gehört zu den sich schnell vermehrenden Fischarten. Da die männlichen Exemplare untereinander sehr zänkisch sein können, empfiehlt sich hier eine Einzelhaltung oder alternativ eine Frauen-WG. Schwarmfische fühlen sich hingegen erst ab einer gewissen innerartlichen Anzahl wohl.

Neben der Anzahl sollte auch berücksichtigt werden, nicht zu viele Arten miteinander zu vergesellschaften. So hat jede Fischart ihre ganz individuellen Bedürfnisse in Bezug auf die Haltungsbedingungen. Während einige Arten viele Rückzugsmöglichkeiten und daher ein eher tiefes Becken benötigen, ist für am Boden schwimmende Fische die Grundfläche entscheidend.

Kann ich mehrere Fischarten im Aquarium halten?
Wer mehrere Arten von Aquarienbewohnern halten möchte, sollte diese entsprechend der drei Wasserzonen auswählen. Während sich im unteren Bereich des Beckens bodenwühlende Fische und Wirbellose aufhalten, befinden sich schwimmfreudige sowie oberflächenorientierte Fische wie der Kardinalfisch, der Schiller- oder der Zebrabärbling im mittleren Aquarienbereich. An der Wasseroberfläche ziehen Fische wie der Beilbauchsalmler oder der Streifenhechtling ihre Bahnen, da sie dort ihre Nahrung suchen. Durch eine durchdachte Besiedelung der unterschiedlichen Wasserzonen kann dann auch eine höhere Besatzdichte im Aquarium erfolgen, da sich die Tiere verteilen.

Wer unsicher ist, welche Bewohner optimal zueinander passen, kann sich vom Zoofachhandel und den Mitgliedsvereinen im Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA) beraten lassen.

Was muss ich bei Fischen beachten, die zwischen Teich und Aquarium wechseln?

Wenn sich mit den ersten Herbstmonaten die Gartensaison langsam dem Ende nähert, kehren viele Zierfische, die den Sommer über im Freien verbracht haben, zurück in ihr Aquarium. Beim Umzug gibt es jedoch einige Dinge zu beachten und auch nicht jeder Fisch eignet sich als Sommerfrischler. 

Fische, die in der Sommerfrische gewesen sind und bei kälteren Temperaturen wieder in das heimische Aquarium umziehen, sind robuster, größer und farbiger als Fische, die ganzjährig im Aquarium leben. Gründe hierfür sind die abwechslungsreiche Naturnahrung sowie das Sonnenlicht im Teich.

Es empfiehlt sich, nur Fische nach draußen zu setzen, die entweder den Winter vertragen – zum Beispiel Medakas oder amerikanische Springbarsche  –  oder aber die Tiere in Gefäße zu setzen, die komplett entleert und abgefischt werden können. Einfrieren dürfen die Tiere nämlich nicht!

Welche Wassertemperatur ist notwendig?
Ob Medakas, amerikanische Springbarsche, marmorierte Panzerwelse, Paradiesfische, Kardinale oder Prachtbarben – die Liste der Aquarienbewohner, welche den Sommer auch gerne im Gartenteich verbringen, ist relativ lang. Eine Umsiedlung vom Aquarium in den Gartenteich ist ab einer Wassertemperatur (morgens messen!) von 18 Grad möglich, bei Kaltwasserarten wie Medaka und Kardinälchen bereits ab 10 Grad. In besonders warmen Monaten, wenn die Temperaturen nur wenige Tage unter 20 Grad liegen, kommen zum Beispiel auch Wildguppys, Papageienplatys, Zebrabärblinge, viele weitere indische Barben und Bärblinge sowie Regenbogenelritzen und Rotflossenorfe als Bewohner infrage, wobei die letzteren beiden sogar warme Winter im Teich überstehen.

Regnet es in den Sommermonaten sehr viel, könnte das Wasser im Teich allerdings zu weich werden. Folge ist oft ein plötzlicher Abfall des pH-Wertes, was für Fische tödliche Folgen haben kann. Aufhärter aus dem Zoofachhandel können helfen, die Wasserhärte im Teich wieder zu erhöhen.

In welche Gefäße kann ich die Fische setzen?
Als Aufenthaltsort für die warmen Monate eignen sich zum Beispiel handelsübliche Fertigteiche oder Mörtelkübel. In einem normalen Teich wäre der Versuch, die Fische komplett abzufangen, um sie zurück in das Aquarium zu setzen, ziemlich sinnlos. Vor allem, wenn Jungfische dabei sind. Möchte man den Teich nicht entleeren, sollte er maximal 2 x 1 Meter groß sein und keine Hindernisse wie Pflanzentöpfe enthalten, die vor dem Abfangen der Tiere nicht leicht entfernt werden können.

Wie gelingt der Umzug?
Werden die Temperaturen wieder kälter, was meist ab September der Fall ist, geht es für die Fische dann wieder zurück ins Aquarium. Hierzu werden die Tiere eingefangen und in einen Eimer oder in eine Plastiktüte gesetzt, die zur Hälfte mit Aquarien- und zur Hälfte mit Teichwasser gefüllt ist. Dies ist wichtig, damit sich die Tiere an die neue Wasserchemie gewöhnen. Das Gefäß sollte dann zwei Stunden im Aquarium schwimmen, bevor die Fische in ihr neues Zuhause gelassen werden.

Gartenteich

Wie schütze ich den Gartenteich vor dem Klimawandel?

Hohe Temperaturen sind nicht nur für Menschen und Tiere eine Belastung, sondern auch für Teiche. Damit die Sache nicht zu heiß wird, heißt es: Frühzeitig gegensteuern und kühlen.

Rekordtemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius machen auch vor Gewässern nicht Halt. Besonders dramatisch können die Folgen für Flora und Fauna in Gartenteichen sein, da diese meist kleiner und seichter als natürliche Seen sind. Was unter Wasser passiert, ist reine Physik: Je wärmer das Wasser wird, desto weniger Sauerstoff kann es binden, woraufhin der Sauerstoffgehalt sinkt. Zudem benötigen Fische in wärmerem Wasser mehr Sauerstoff, was für weiter sinkenden Sauerstoffgehalt sorgt. Ein Teufelskreis beginnt, der zu einem Überlebenskampf führen kann.
Finden Teichbesitzer ihre Fische also keuchend und nach Luft schnappend an der Wasseroberfläche vor, so ist es höchste Zeit, in den Kreislauf der Natur einzugreifen. Wir empfehlen die folgenden Maßnahmen gegen den Hitzschlag im Teich:

Soforthilfe für mehr Sauerstoff
Das Ziel ist, den Sauerstoffgehalt im Wasser zu erhöhen und alles abzustellen, was das Wasser belastet. So sollten Teichbesitzer bei mehr als 30 Grad die Fütterung der Fische einstellen, um die Nährstoffzufuhr im Teich zu reduzieren. Bei Hitze benötigen die Tiere ihren Sauerstoff, um die Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten – sie können problemlos 14 Tage ohne Futter auskommen.

Wir empfehlen Bachläufe abzustellen, da sich darin das Wasser zu stark erwärmt. Die Wasserbewegung und damit der Gasaustausch sollten dann aber unbedingt durch Belüftungen und Pumpen sichergestellt werden. Sauerstoffpräparate aus dem Zoofachhandel helfen bei akutem Mangel, den Sauerstoffgehalt kurzfristig zu erhöhen. Fontänen und Schaumquellen tragen zur Kühlung und zum Sauerstoffeintrag bei, auch ein Sonnensegel zur Abschattung über der Wasseroberfläche kann sinnvoll sein.

Vorausschauend planen
Ein schlauer Gartenbesitzer legt seinen Teich gleich so an, dass er dem Klimawandel mit extremen Wetterperioden trotzen kann. Die wichtigste Regel ist dabei, keine Überbevölkerung zuzulassen: Pro Zentimeter jedes ausgewachsenen Fisches sollte der Teich zehn Liter Wasser enthalten. Bestimmte Fischarten wie die Karpfenfische Nasen (Chondrostoma nasus) fressen Algen und vernichten damit Nährstoffe, die dem Wasser vor allem nachts viel Sauerstoff entziehen. Schwimmblattpflanzen kühlen zwar das Wasser, sollten aber nicht mehr als ein Drittel der Teichoberfläche bedecken, um eine ausreichende Verdunstung und Oberflächenbewegung zu gewährleisten.

Der Gartenteich sollte nur vier bis sechs Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag abbekommen. Auch wenn Bäume gute Schattenspender sind, so gilt nach wie vor, dass Teiche in ausreichender Entfernung angelegt werden sollten. Der Grund: Ins Wasser fallendes Laub überfordert das Ökosystem Teich mit seinen zusätzlichen Nährstoffen. Der Teich sollte nicht zu seicht sein, da tiefere Schichten bei Hitze kühler bleiben. Ein Filter ist in einem Ökosystem mit Fischen ebenfalls sinnvoll – am besten mit einer UV-Lampe, deren Licht Algen zersetzt, bevor sie dem Teich schaden können.

Vorsicht bei anderen Wetterextremen
Nicht nur Hitze wirkt sich brenzlig auf künstlich angelegte Gewässer aus, sondern auch bei lang anhaltenden, ergiebigen Regenperioden ist Vorsicht geboten. Da Regenwasser extrem arm an gelösten Stoffen ist, können Sturzbäche vom Himmel die Wasserwerte durch Verdünnung stark beeinflussen und ins Ungleichgewicht bringen. In solchen Fällen muss man vor allem die Karbonathärte im Auge behalten und bei Bedarf mit geeigneten Präparaten aus dem Fachhandel erhöhen. Sonst droht ein Säuresturz.

Gartenteich KlimawandelAndere Wetterextreme können dem Teich weniger anhaben. Sturm und Hagel stören einen Teich und seine Bewohner nicht. Das Einzige, was Fischen zum Verhängnis werden kann, ist ein Blitzschlag. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann sich einen Blitzableiter am Teich einbauen.

Zierfische im Gartenteich – Welche dürfen und wann?

Zierfische, die den Sommer über im Freien verbracht haben, müssen im Herbst in ihr Aquarium zurückkehren. Beim Umzug gibt es jedoch einige Dinge zu beachten und auch nicht jeder Fisch eignet sich als Sommerfrischler. 

Fische, die in der Sommerfrische gewesen sind und bei kälteren Temperaturen wieder in das heimische Aquarium umziehen, sind robuster, größer und farbiger als Fische, die ganzjährig im Aquarium leben. Die Gründe hierfür sind die abwechslungsreiche Naturnahrung sowie das Sonnenlicht im Teich. Medaka Teich Gartenteich Zierfische Fische

Aquaristik-Experten empfehlen, nur Fische nach draußen zu setzen, die entweder den Winter vertragen – zum Beispiel Medakas oder amerikanische Springbarsche  –  oder aber die Tiere in Gefäße zu setzen, die komplett entleert und abgefischt werden können. Einfrieren dürfen die Tiere allerdings auf keinen Fall!

Zierfische im Gartenteich: Wassertemperatur ab 18 Grad notwendig
Ob Medakas, amerikanische Springbarsche, marmorierte Panzerwelse, Paradiesfische, Kardinale oder Prachtbarben – die Liste der Aquarienbewohner, welche den Sommer auch gerne im Gartenteich verbringen, ist relativ lang. Eine Umsiedlung vom Aquarium in den Gartenteich ist ab einer Wassertemperatur (morgens messen!) von 18 Grad möglich, bei Kaltwasserarten wie Medaka und Kardinälchen bereits ab 10 Grad. In besonders warmen Monaten, wenn die Temperaturen nur wenige Tage unter 20 Grad liegen, kommen zum Beispiel auch Wildguppys, Papageienplatys, Zebrabärblinge, viele weitere indische Barben und Bärblinge sowie Regenbogenelritzen und Rotflossenorfe als Bewohner infrage, wobei die letzteren beiden sogar warme Winter im Teich überstehen.

Regnet es in den Sommermonaten sehr viel, könnte das Wasser im Teich allerdings zu weich werden. Folge ist oft ein plötzlicher Abfall des pH-Wertes, was für Fische tödliche Folgen haben kann. Aufhärter aus dem Zoofachhandel können hier helfen, die Wasserhärte im Teich wieder zu erhöhen.

Sommerfrischler nur in Fertigteiche oder Gefäße setzen
Als Aufenthaltsort für die warmen Monate eignen sich zum Beispiel handelsübliche Fertigteiche oder Mörtelkübel. In einem normalen Teich wäre der Versuch, die Fische komplett abzufangen, um sie zurück in das Aquarium zu setzen, ziemlich sinnlos – vor allem, wenn Jungfische dabei sind. Möchte man den Teich nicht entleeren, sollte er maximal 2 x 1 Meter groß sein und keine Hindernisse wie Pflanzentöpfe enthalten, die vor dem Abfangen der Tiere nicht leicht entfernt werden können.

So gelingt der Umzug
Werden die Temperaturen wieder kälter, was meist ab September der Fall ist, geht es für die Fische dann wieder zurück ins Aquarium. Hierzu werden die Tiere eingefangen und in einen Eimer oder in eine Plastiktüte gesetzt, die zur Hälfte mit Aquarien- und zur Hälfte mit Teichwasser gefüllt ist. Dies ist wichtig, damit sich die Tiere an die neue Wasserchemie gewöhnen. Das Gefäß sollte dann zwei Stunden im Aquarium schwimmen, bevor die Fische in ihr neues Zuhause gelassen werden.

Was ist im Frühling zu erledigen?

Die Temperaturen steigen und der Frühling liegt bereits deutlich in der Luft. Welche Arbeiten fallen nun beim heimischen Gartenteich an, um ihn fit für den Frühling zu machen?

Als erstes sollten Teichfans die Wasseroberfläche von Blättern, Algen oder abgestorbenen Pflanzenteilen befreien – hierfür eignet sich zum Beispiel ein langer Kescher. Als zweiter Schritt gilt es zu prüfen, ob sich viel Schlamm aus Laub und abgestorbenen Pflanzenresten gebildet hat. Dieser wird mit einem Teichsauger, den man z.B. im Baumarkt leihen kann, oder aber vorsichtig mit einer Schaufel abgetragen. Als kleiner Tipp: Sofern dem Wasser keine chemischen Zusätze wie Antialgenmittel zugegeben wurden, eignet sich das Schlammgemisch hervorragend als Dünger – zum Beispiel für Blumenbeete.

Ist das Wasser sehr trübe, sollte ein Teilwasserwechsel vorgenommen werden, indem das Wasser nach und nach über einige Tage verteilt ausgetauscht wird. Hierzu wird Leitungswasser mit einem Schlauch in den Teich eingeleitet und das trübe Teichwasser mit einer Gießkanne abgeschöpft.

Im Frühling ist auch die beste Zeit, neue Stauden am Teichrand zu pflanzen und alte auszudünnen. Dabei sollten möglichst keine Erdklumpen oder abgestorbene Wurzeln ins Wasser fallen.

Wer noch keine Fische hat, kann seinen Teich jetzt damit besetzen. Wichtig hierbei: Die Beutel, in denen die Fische vom Zoofachhandel nach Hause transportiert werden, langsam eintemperieren: Dazu den Beutel auf den Teich geben und hier ca. 45 Minuten treiben lassen, dann ein wenig Teichwasser in den Beutel schöpfen, anschließend die Fische in den Teich gleiten lassen. So gewöhnen sich die Fische nach und nach an das kältere Teichwasser und die anderen Wasserwerte, wie z.B. pH-Wert, Leitwert bzw. Wasserhärte und bekommen keine Probleme durch die unterschiedlichen Wasserverhältnisse.